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21.5.2012 : 13:51
Dr. Edward Bach

Wer war Dr. Bach?

Leben und Wirken des Dr. Edward Bach

Der englische Arzt Dr. Edward Bach lebte von 1886 bis 1936.
Bereits als Junge brachte er Stunden damit zu, die Natur zu durchstreifen und Tiere und Pflanzen zu beobachten. Er konnte schon bald einzelne Blumen und Gräser im frühesten Stadium ihres Wachstums erkennen und benennen.
Als er 17 Jahre alt war, begann er eine Lehre in der Messinggießerei seines Vaters. Er wurde dort mit der schwierigen Situation der Arbeiter, die aufgrund ihrer schlechten Arbeits- und Lebensbedingungen häufig krank waren, sich aber keinen Arzt leisten konnten, konfrontiert.
Bach erkannte, dass die Ursachen dieser Erkrankungen mit dem seelischen Stress zusammen hingen, unter dem die Arbeiter standen.
Diese Erfahrung mag den Grundstein gelegt haben, für seine lebenslange Suche nach Heilmitteln, mit denen sich Menschen selbst helfen können.

Mit 20 Jahren ließ er sich in die Universität in Birmingham einschreiben.
1912 legte er sein Examen in London ab.1913 und 1914 machte er noch einige Zusatzprüfungen. 1914 erhielt er seine Approbation.
In der Zeit von 1911 bis 1930 lebte er ausschließlich in London. In London eröffnete er eine gutgehende Allgemeinpraxis. Durch den regen Zulauf, den seine Praxis hatte, wuchs in ihm erneut die Unzufriedenheit mit den schwachen Ergebnissen der Schulmedizin.

Er nahm dann eine Assistenzstelle an einem bakteriologischen Institut an. Er stellte bei seinen Untersuchungen fest, dass jeder Mensch bestimmte Bakterienstämme im Darm hat. Jedoch sind bei chronisch Kranken der eine oder andere Bakterienstamm stärker vertreten. Nach monatelangen
Untersuchungen war er soweit. Aus den vermehrt auftretenden Bakterien stellte er eine Nosode (Arzneimittel aus den Bakterien) her, welche er dem Patienten injizierte. Der Erfolg war überraschend groß und fand großen Anklang bei den orthodoxen Medizinern.

Da man den Ärzten am Institut verbot außerhalb des Hauses noch einer Tätigkeit nachzugehen, kündigte Edward Bach und machte ein eigenes Laboratorium auf und konnte sich so weiter mit der Darmflora  beschäftigen. Bald wurde an einem homöopathischen Krankenhaus die Stelle eines Bakteriologen frei. Er nahm sie an und wurde nun mit den Ideen Hahnemanns, dem Begründer der Homöopathie vertraut. Er stellte fest, dass sich seine Entdeckungen weitgehend mit denen Hahnemanns deckten. Eifrig arbeitete er nun daran diese beiden Methoden zu vereinen und er stellte nun die Nosoden nach den Regeln der Homöopathie her.

Die Bachblüten-Therapie wurde in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts von Dr. Edward Bach entwickelt. Er testete in Selbstversuchen und an seinen Patienten Blütenauszüge und stellte fest, dass diese Essenzen Gefühle, Gemütszustände und Denkweisen beeinflussen. Neben seinen hervorragenden naturwissenschaftlichen und medizinischen Kenntnissen griff Dr. Bach auf seine Intuition und auf beinahe verschollenes Wissen der Druiden zurück.
Er definierte insgesamt 38 Pflanzen und die Essenz Rock Water (bestimmtes Quellwasser), aus denen er flüssige Extrakte herstellte.


Neben diesen klassischen von Dr. Bach definierten Bachblüten werden in jüngerer Zeit weitere hochinteressante Essenzen beschrieben. Z.B. die kalifornischen und australischen Blütenessenzen.
Informationen darüber können Sie auch diesen Seiten entnehmen, mehr darüber erfahren Sie in einem meiner Seminare.


Das menschliche Sein beinhaltet nicht nur das rein Körperliche, sondern auch einen “Gefühlskörper”, einen “Empfindungskörper”, einen “Gemütskörper”, einen “spirituellen Körper” usw. Die jeweilige Pflanze spiegelt nun bestimmte Aspekte dieser “Körper” wieder und beeinflusst diese. Nach seiner Überzeugung hilft die richtige Essenz über Wechselwirkungen mit diesen “Körpern”, Gefühle, Gemütszustände und Denkweisen positiv zu beeinflussen.
Die dadurch entstehende Harmonisierung auf geistiger Ebene und Gemütsebene bewirkt wiederum eine positive Einflussnahme auf körperliche Anzeichen wie zum Beispiel Krankheiten.
Organische Krankheiten werden somit über Bachblüten nicht direkt geheilt. Bachblüten (und andere Pflanzenessenzen) beeinflussen und harmonisieren die geistige Ebene und können so das Körperliche günstig beeinflussen.

Bach hatte eine Vision vom Menschen, die von einer reifen Religiosität geprägt war. Der Mensch war für ihn ein Geschöpf Gottes – vollkommen, glücklich, zufrieden und gesund.
Durch seine Lebensumstände  jedoch- seine Erfahrungen in der Kindheit, seine Schwierigkeiten in Schule und Berufsleben, die Unausgewogenheiten in der Beziehung zu anderen Menschen und anderes mehr- vergisst der Mensch mehr und mehr, dass er ein einmaliges Wesen ist, das keinen Grund hat, ängstlich, mutlos, verzweifelt und unzufrieden zu sein.
Er vergisst, dass er Eigenschaften besitzt, die ihm auf  natürliche Weise einen Beruf „zuweisen“, der ihm ganz und gar entspricht. Er vergisst, dass er eine unverwechselbare Individualität ist, die sich mit anderen Menschen nur in einem Punkt vergleichen kann: nämlich, dass auch sie Menschen sind.

Doch trotz seines Vergessens hat der Mensch seinen göttlichen Ursprung nicht verloren. Er ist nicht davon abgelöst, sondern kann sich nur nicht mehr an ihn erinnern.
Vergessen einerseits und Erinnern des eigenen göttlichen Ursprungs andererseits stellten für Bach zwei entgegengesetzte Kräfte dar, die sich in den Charaktereigenschaften eines Menschen ausdrücken.

Die Lebensaufgabe eines jeden Menschen sah Bach darin, Charaktereigenschaften zu entwickeln, die es ihm ermöglichen, stets der eigenen Individualität gewahr zu sein, den richtigen Lebensweg einzuschlagen und ihm unbeeinflusst zu folgen.
Die negativen Gemütszustände waren für Bach die eigentlichen Ursachen von körperlichen Erkrankungen.
Ständige Angstgefühle zum Beispiel, führen zu inneren Verkrampfungen und Verspannungen und stören den normalen Ablauf der Organfunktionen. Das führt dann eines Tages zu einem Magengeschwür, zu Verdauungsbeschwerden oder anderen Schmerzen. So lange sollten wir aber nicht tatenlos zuschauen. Der Ausbruch der Krankheit mag wohl noch etwas auf sich warten lassen, ihr Keim jedoch ist gelegt.
So hat die von Dr. Bach entwickelte Therapie die besondere Bedeutung, dass wir durch unsere persönlich Entwicklung- durch die Arbeit an unserem Charakter-  zugleich Vorsorge treffen gegen körperliche Erkrankungen.
Wenn ein Mensch schon an akuten oder chronischen Erkrankungen leidet, kann diese Therapie unterstützend eingreifen.
Denn wenn einer körperlichen Erkrankung der Nährboden- der negative Gemütszustand nämlich- entzogen wird, kann sie sich zurückbilden und schließlich, mit der inneren Gesundung des Menschen, völlig ausheilen.
Vorausgesetzt, es liegen noch keine Veränderungen im Bereich von Organen oder Geweben vor, wie bei einer Arthrose oder Leberzirrhose.